Die Gesellschaft - Leslie-Der Nackte Verrat

Die Gesellschaft – Leslie-Der Nackte Verrat

Leslie - Der nackte VerratLеѕliе kochte vor Wut, als sie über den Platz schritt und der Schnee unter ihren Stiefeln knirschte.

Sie hatte es satt. Sie hatte es gründlich satt. Sie hatte Ideen und Vorschläge gemacht, und bereits mehrfach versucht, Gehör zu finden bei Victoria Tastick, aber jedes Mal war sie bereits im Vorfeld gescheitert.

„Zu aggressiv“ oder „zu hastig“, und, das war wirklich der Gipfel: „Wir müssen im Hintergrund bleiben“. Sie verstand die Welt nicht mehr. Wenn mach die Macht hat, dann muss man sie auch nutzen! So funktionierte es doch überall!

Die Gesellschaft hatte die Macht, und sie weigerte sich, diese zu nutzen. Es war zum Verrückt werden! Wenn Sie doch nur einmal nur einen Augenblick mit Viktoria alleine reden könnte, sie war sich sicher, dass diese ihren Standpunkt verstehen würde. Aber all ihre Anfragen nach einem Vier-Augen Termin waren abgelehnt worden, genau wie alle anderen Vorschläge und Strategien, die sie entwickelt hatte.

Und sie wusste genau, wem sie dies zu verdanken hatte.

Bridget!

Bridgеt, Bridgеt, Bridgеt! Jeder dachte, Bridget sei so wundervoll, aber Leslie hielt sie für eine komplette Idiotin. Bridget war die Hohepriesterin des Lobgesangs auf „Langsam und stetig“, dieser Krankheit, mit der alle in Der Gesellschaft infiziert zu sein schienen. Victoria scheint den Zirkel ja unter Kontrolle zu haben, aber Bridget kontrollierte Victoria. Leslie wusste, das ihr eigentliches Problem nicht die Ängstlichkeit und Zurückhaltung der anderen war, sondern Bridget. Aber so, wie die Dinge im Moment lagen, war das ein unlösbares Problem. Leslie war sich gar nicht mehr so sicher, ob ihre Berufung in Die Gesellschaft, ihre Weihe, es wirklich wert war.

Sie sah sich um, und erinnerte sich. Sie ging auf eines der besten Colleges im Lande, und hätte es sicherlich auch ohne Die Gesellschaft geschafft, aber ihre Mitgliedschaft hatte es wesentlich einfacher gemacht. Nach ihrer Ausbildung würde es sich erst Recht bezahlt machen, zu Der Gesellschaft zu gehören, ihr würden alle Türen aufstehen. Und dann waren da noch die Frauen. Sie hatte es auch vorher nicht schwer gehabt, hübsche Frauen ins Bett zu reden, aber nach den geheimen Erkenntnissen und dem Wissen, das sie in Der Gesellschaft gelernt hatte, war es fast schon zu leicht.

Und wenn man von dem Frust absah, den sie mit Bridget hatte, waren die vier Monate ihres ersten Semesters am College die besten in ihrem Leben gewesen. Und es gab keinen Grund anzunehmen, dass das zweite Semester, gerade mal eine Woche alt, schlechter werden sollte. Leslie wusste, dass sie eigentlich nicht wütend sein sollte auf die Dinge, die Dinge liefen eigentlich recht gut für sie.

Aber Leslie war keine Frau, für die recht gut gut genug war.

Am Schlimmsten fand sie, dass sie ja selbst fast an Bridgets Stelle gelandet wäre. Ihre Rivalin hatte es einmal fast beiläufig erwähnt. Als Victoria dabei war, einen Schützling zu suchen unter den Mädchen, waren sie und Bridget in die engere Wahl gekommen. Jedem war klar, dass ihr Schützling für Victoria mehr war als nur das, das sie gleichzeitig für höhere Aufgaben berufen war. Aber aus Gründen, die man ihr nie mitgeteilt hatte, wurde Bridget auserwählt. Daher ging Leslie davon aus, das es Bridget war, die ihre Ambitionen immer wieder abblockte, anscheinend hatte sie Angst davor, das Victoria plötzlich erkennen könne, dass sie die falsche Wahl getroffen hatte.

Aber noch etwas beschäftigte sie. Bridget hatte damals persönlich ihre Weihe geleitet. Diese Einführung war die bislang intensivste und gewaltigste sexuelle Erfahrung, die sie jemals in ihrem Leben gemacht hatte. Wann immer sie von Selbstzweifeln geplagt wurde, was selten vorkam, musste sie nur an diese Nacht denken, an diese gewaltigen Orgasmen, die ihre Geburt in ein neues Leben eingeleitet hatten. Dann wusste sie wieder, das sie sich niemals wieder so befriedigt gefühlt hatte.

Die Nacht war inzwischen hereingebrochen, aber sie hatte ihr Ziel erreicht, das Science Gebäude auf dem Campus. Sie öffnete eine rückseitige Tür, wie man ihr gesagt hatte. Sie betrat den Übungsraum 10 Minuten vor der Zeit und sah sich neugierig um. Ein Gerücht besagte, dass die Professorin lesbisch sei und Männer in ihren Vorlesungen nicht erwünscht waren. Und nicht nur das, das Gerücht besagte auch, dass nur die hübschesten der Studentinnen zugelassen würden.

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