Jessica Jenas über….

Jessica JenasJohn Delto im Gespräch mit der Autorin von John Brooks, Jasmine und Ruby

John Delto:

Jessica, zunächst herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Buch, das wir gerade veröffentlicht haben!

Jessica: Danke, John.

John Delto:

In dieser Geschichte gehen Sie sehr intensiv auf eine, sagen wir, alternative Lebensform ein. Eine klassische Dreiecksbeziehung, die auch noch funktioniert, zumindest in Ihrer Geschichte.

Jessica:

Ich finde es gut, dass ich an dieser Stelle einmal die Gelegenheit bekomme, mich zu einer meiner Erotik Stories persönlich zu äußern.

Diese Dreiecksbeziehungen, ja, die haben es mir angetan. Ich verhehle nicht, das es auch kommerzielle Gründe gibt, über Sex zu Dritt zu schreiben, das Thema ist sehr beliebt offenbar.

Aber in diesem Fall habe ich lediglich die Location in die USA verlegt und natürlich alle Namen geändert, denn das Skript zu der Story ist wahr.

Es ist tatsächlich so, dass mich eine gute Freundin auf ein Paar angesprochen hat, auf Jasmin(e) und Ruby eben, und ob ich die beiden nicht einmal kennen lernen möchte. Meine Freundin weiß, dass ich erotische Kurzgeschichten schreibe, und erzählte mir ein wenig von den beiden und von den besonderen Umständen ihres Lebens, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenig später haben wir uns dann tatsächlich getroffen, die beiden gaben mit ihrem Mann eine kleine Party und meine Freundin hatte mich kurzerhand mitgenommen.

Der Abend war wundervoll. Als ich ging, haben wir uns erneut verabredet, auf einen Kaffee am nächsten Tag. Ich durfte die beiden fragen, was ich wollte. Sie wussten, dass ich eine Geschichte daraus machen würde, und fanden es aufregend. „Lustig!“ sagte Jasmine, bzw. die Figur, die in meiner Geschichte Jasmine heißt. Wir wurden hier sogar übermütig und haben nur einen Buchstaben ihrem wahren Namen hinzugefügt….

John:

Hoch interessant. Ich muss dir natürlich Recht geben, was die kommerzielle Seite angeht. Es ist ja wirklich so, Dreier gehen immer!

Jessica:

Und das doch wohl, weil es eine weit verbreitete Phantasie der Menschen ist, die der Männer wohl eher als der Frauen, aber dennoch!

Und eines muss doch einmal gesagt werden: Sex zu dritt, einvernehmlich selbstverständlich, ist doch allemal besser, als den Partner zu betrügen! Die meisten Männer finden früher oder später eine andere Frau attraktiv, um nicht zu sagen: Sie würden gerne mit ihr schlafen. Mit einer bestimmten oder überhaupt mit jemandem, Hauptsache, jemand anderes! Fremde Haut, fremde Lust! Ficken könnte sie ja zuhause, das alleine ist es ja nicht! Der Sex zuhause ist fad und selten geworden, worüber weder sie noch er sind glücklich sind.

Nun reißt ein Mann sich entweder zusammen und lebt damit, schon eine Frau zuhause zu haben, und das für den Rest des Lebens (Seufzer…), oder er betrügt und belügt seine Frau, die er doch eigentlich liebt, die vielleicht sogar die Mutter der gemeinsamen Kinder ist!

Jeder Mann hat dabei ein schlimmes schlechte Gewissen, da bin ich mir sicher! Und oft genug geht deswegen eine Ehe zu Bruch und Existenzen werden vernichtet.

Um wie viel besser für alle wäre es, wenn Man(n) offen darüber reden und wenn man einen Seitensprung gemeinsam genießen würde? Dann gibt es weder Lügen noch ein schlechtes Gewissen!

Und er Sex ist toll! Überlegen Sie nur: Das schlechte Gewissen ist oft auch der Grund, warum der Sex bei einem heimlichen Seitensprung oft gar nicht soooo toll ist. Das billige Hotel, die weite Anfahrt, die Angst, dass sie etwas bemerken könnte (oft begründet!) und unzählige weitere Nebenwirkungen, alles entfällt und du hast trotzdem deinen Spaß!

Die meisten fragen sich jetzt sicherlich, wie sie denn um Himmels Willen ihre Frau dazu bewegen könnten, da mitzuspielen, oder?

Man könnte zum Beispiel ein Gespräch beginnen, indem man(n) seine Frau fragt, ob ihr denn nicht auch aufgefallen sei, dass an ihrem Sexleben offenbar etwas nicht mehr so ist, wie früher.

Sollte ein Mann damit beginnen, muss er höllisch aufpassen, hier nicht gleich einen Fehler zu begehen, und das ganze mit einem Vorwurf zu verwechseln.

Es geht nicht darum, dem anderen einen Vorwurf zu machen, niemand kann etwas dafür, wenn eine Beziehung unter Langeweile leidet. Die berühmte Leidenschaft ist nun mal einfach irgendwann vorbei, dass hat auch die Natur so vorgesehen, und es lässt sich kaum vermeiden.

Und wenn Ihnen als Mann der Sex nicht mehr als sooo prickelnd erscheint, dann können Sie davon ausgehen, dass das bei Ihrer Frau genauso ist, vielleicht sogar noch stärker ausgeprägt.

Also sollten sie gemeinsam überlegen, was man dagegen tun könnte.

Sie könnten über Rollenspiele reden, über aufregende Lokations, oder darüber, ob sie es sich vorstellen könnte, das Bett einmal mit einer Gespielin zu teilen!

Die Auswahl sollte unbedingt gemeinsam getroffen werden, damit sie nicht das Gefühl bekommt, das ganze sei ohnehin ein abgekartetes Spiel, und er möchte auf diesem Weg seine Geliebte in das gemeinsame Haus einführen.

Das darf nicht sein.

Entweder geht man gemeinsam auf die Jagt (Michelle – Service par Excellence) oder man sieht in einschlägigen Kontaktbörsen nach.

Vorher sollte man festlegen, was man(n) darf, und was nicht!

Vielleicht möchte seine Frau auf gar keinen Fall, dass er eine fremde Frau penetriert? Oder es genügt es ihm ja, seine Frau im aufregenden Liebesspiel mit einer anderen Frau zu beobachten?

Oder sollte es ein fremder Mann im Bett sein, der mit der eigenen Frau schläft? Eine Variante, die -zumindest unter den Männern in einer Beziehung – deutlich weniger Liebhaber findet, als die klassische FFM, d.h. Frau, Frau und Mann.

Wie auch immer, solche Absprachen sind nötig, damit alle am Ende ihren Spaß haben und gemeinsam das neue Lusterlebnis genießen können.

John D.

Jessica, wir danken Ihnen sehr für dieses Gespräch.